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Ashwagandha: Wirkung und Anwendung

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Ashwagandha: Wirkung und Anwendung

Was ist Ashwagandha?

In Deutschland ist sie auch als Schlafbeere, Winterkirsche und „indischer Ginseng“ bekannt. In Indien gilt Ashwagandha (=Sanskrit) als „Königin des Ayurveda“. Diesen stolzen Namen trägt sie zu Recht: Keine andere Heilpflanze wird in der ayurvedischen Medizin so vielfältig eingesetzt wie sie.  

Weit verbreitete Heilpflanze

Doch nicht nur in Indien, ist ihre heilende Wirkung bekannt. Neben Pakistan und Afghanistan, wächst die Wunderpflanze auch im Mittelmeerraum und in Afrika, wo sie ebenfalls fester Bestandteil naturheilkundlicher Traditionen ist. Durch ihre vielfältige Wirkkraft, hat die Heilpflanze es nun auch in die westliche Welt geschafft. Bei uns ist Ashwagandha als Pulver erhältlich, das zurzeit noch als Geheimtipp gegen sämtliche körperlichen und psychische Leiden gilt.

Besondere Wirkstoffe in der Wurzel

Der botanische Name von Ashwagandha lautet „Withania somnifera“ – übersetzt „Geruch des Pferdes“. Jeder, der das Pulver schon einmal probiert hat, weiß: Diese Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf. Besonders die Wurzeln der Pflanze verströmen einen Geruch, der an Pferdestall und Heu erinnert – und genau das ist es, was die Pflanze so kraftvoll macht. Ihre Hauptwirkstoffe, die Withanolide, sind für das strenge Aroma verantwortlich.

Ashwagandha: Wichtigste Fakten im Überblick

  • Ashwagandha wird im Ayurveda als Heilpflanze seit über 3000 Jahren eingesetzt.
  • Die Adaptogene, die Hauptwirkstoffe der Pflanze, stecken vor allem in der Wurzel, aus der auch das Pulver gewonnen wird.
  • Ashwagandha hat vielfältige positive Effekte auf die Gesundheit und wird sowohl bei psychischen Disbalancen als auch bei körperlichen Beschwerden einsetzt.
  • Anwendungsgebiete von Ashwagandha sind unter anderem Schlafstörungen, Unruhe, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, erhöhter Blutzucker, schwaches Immunsystem und Potenzprobleme.
  • Ashwagandha kann als Pulver in Kuhmilch, Pflanzenmilch, Smoothies und anderen Getränken aufgelöst werden.
  • Die Wirkung entfaltet sich bei regelmäßiger Anwendung über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten.
Wie wirkt Ashwagandha?

Die ayurvedische Medizin sagt: Wer Ashwagandha zu sich nimmt, wird gelassen, entspannt und gleichzeitig stark und leistungsfähig. Grund für diese besondere Wirkung, ist die einzigartige Zusammensetzung von Ashwagandha. Besonders in der Wurzel sind Stoffe enthalten, die nur selten in anderen Pflanzen vorkommen, vor allem nicht in solch einer hoher Konzentration.

Inhaltsstoffe von Ashwagandha:

  • Withanon
  • Withaferin A
  • Withanolide A
  • Withanolide B
  • Withanoside IV
  • Physagulin
  • Kaempferol
  • Naringenin
  • Phenolsäure
  • Ölsäure
  • Linolsäure
  • Ashwagandhanolide

Adaptogene für innere Balance

Die unterschiedlichen Withanolide und das Withanosid IV gehören zur Gruppe der Adaptogene. Sie helfen dabei, besser mit körperlichen und psychischem Stress fertig zu werden. Bei Menschen, die schlecht schlafen, oft unter Druck stehen und gestresst sind, trägt Ashwagandha dazu bei, die innere Balance wiederherzustellen. Studien konnten zeigen, dass die Pflanze zu einer geringeren Ausschüttung von Stresshormonen führt. Probanden, die Ashwagandha-Extrakt einnahmen, wiesen niedrigere Cortisolspiegel auf.

Anwendungsgebiete von Ashwagandha:

✓ Schlafstörungen

✓ Angst- und Panikzustände

✓ Unruhe, Nervosität

✓ Stress

✓ Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit

✓ Müdigkeit und Abgeschlagenheit

✓ Konzentrationsprobleme

Ausgeglichene Hormone und starkes Immunsystem

Ashwagandha unterstützt nicht nur das seelische Wohlbefinden, sondern auch die körperliche Gesundheit. Bei diversen Unausgeglichenheiten, kann die Pflanze helfen, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auch, wenn die genauen Wirkmechanismen noch nicht abschließend geklärt sind, steht fest: Ashwagandha hat zahlreiche Vorteile für die Gesundheit. Für jeden, der auf natürlichen Wege gesund bleiben möchte, ist es sinnvoll, Ashwagandha in die Hausapotheke beziehungsweise die Küche aufzunehmen.

Libido und Sexualfunktion:
Ashwagandha gilt als Aphrodisiakum und wird im Ayurveda als klassisches Mittel gegen Potenzprobleme beim Mann eingesetzt. Mittlerweile konnten Studien den positiven Effekt auf den Testosteronspiegel nachweisen.

Starkes Immunsystem:
Ashwagandha regt die Produktion von Immunglobulinen an – Antikörper, die schädliche Eindringlinge abwehren und sorgen so dafür, dass wir gesund bleiben. Auch mit ihrer Anti-Stress-Wirkung, unterstützt die Pflanze unsere körperliche Abwehr: Stress ist einer der größten Gegner des Immunsystems. Die stabilisierende Wirkung von Ashwagandha auf die Psyche, hat daher einen bedeutenden Effekt auf das Immunsystem.

Blutzucker in Balance:
Die in der Pflanze enthaltenen Phenole regulieren den Blutzucker. Das ist nicht nur für Menschen mit Stoffwechselstörungen, wie Diabetes, interessant: Immer mehr Menschen regieren weniger sensibel auf das Hormon Insulin. Ashwagandha erhöht die Insulinsensitivität und hält so den Blutzucker im Gleichgewicht.

Schilddrüsenfunktion:
Vor allem Frauen haben häufig Probleme mit einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion. Auch hier wirkt Ashwagandha stabilisierend, da es die Produktion der Hormone in Balance hält.

Die ayurvedische Medizin nutzt die heilsame Kraft von Ashwagandha seit mehr als 3000 Jahren. Die Pflanze ist dafür bekannt, Stresshormone im Zaum zu halten, Schlafstörungen entgegenzuwirken und den Blutzucker zu regulieren. Jetzt ist die Wunderpflanze auch bei uns erhältlich.
Wie wird Ashwagandha angewendet?

Da die meiste Kraft in der Wurzel der Pflanze steckt, wird aus diesem Teil ihr Pulver gewonnen. Im Ayurveda wird das sogenannte Churna mit warmer Milch zubereitet und klassischerweise abends getrunken. Milch enthält das Schlafhormon Melatonin und die Aminosäure Tryptophan, die zusätzlich eine beruhigende Wirkung hat. Für Menschen, die sich vegan ernähren oder eine Laktoseintoleranz haben, empfiehlt sich pflanzliche Milch. Ebenso kann Ashwangandha auch in anderen Getränke aufgelöst werden.

Ashwagandha-Pulver einrühren in:

  • Mandelmilch
  • Sojamilch
  • Reismilch
  • Hafermilch
  • Smoothies
  • Saft
  • Wasser

Ashwagandha-Latte

Zutaten:

  • 250 ml Bio-Kuhmilch, Mandelmilch oder andere pflanzliche Variante
  • 1 TL Ashwagandha-Pulver
  • ½ TL Zimt
  • optional: 1 TL Matcha-Pulver
  • optional: 1 TL Honig oder Ahornsirup

Zubereitung:

  1. Milch in Topf oder Milchschäumer aufwärmen.
  2. Zutaten einrühren.
  3. Ashwagandha-Latte als entspannenden Gute-Nacht-Drink oder Start in den Tag genießen.
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Wie wird Ashwagandha dosiert?

Auch, wenn Ashawaganda aus der Natur stammt, ist das Motto „viel hilft viel“ fehl am Platz. Ernsthafte Nebenwirkungen sind zwar nicht bekannt, doch wer zu viel auf einmal von dem Pulver zu sich nimmt, kann Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit bekommen. Vielmehr kommt es auf die regelmäßige Anwendung an. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen, sollte Ashwanganda über mehrere Wochen oder Monate regelmäßig eingenommen werden.

Dosierungsempfehlung von Ashwagandha:
Zwei- bis dreimal täglich 1-2 Gramm oder einmal täglich 2-5 Gramm

Die Autorin – Maja Seimer von majaseimer.com

Maja Seimer ist selbstständige Ernährungsberaterin und Journalistin. Nach ihrem Ökotropholgie-Studium hat die Hamburgerin ein Volontariat zur Medienjournalistin absolviert und für verschiedene Food- und Healthmagazine geschrieben. Heute berät sie neben ihrer journalistischen Tätigkeit, Menschen in ihrer Praxis für Ernährungsberatung in Hamburg-Eppendorf. Spezialisiert ist sie dabei auf den Bereich Unverträglichkeiten und Darmgesundheit.

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